PRAXISTIP
Die Küchenkiste
von Mario Stobrawe
Wer mit seinem Boot über mehrere Tage oder gar Wochen unterwegs sein möchte wird schnell merken, was so an größeren und kleineren Koch- und Küchenutensilien zusammen kommt. Neben Kocher, Topfsatz und Besteck gibt es da noch einiges was mit muss. Der Umfang hängt natürlich auch davon ab, wie viele Personen unterwegs sind. Eine Einzelperson kommt meist mit weniger Hausrat zurecht als eine 4-köpfige Familie. Wir sind meist zu dritt unterwegs und packen neben der bereits genannten Grundausstattung noch eine geräumige Bratpfanne, Wasserkessel, Thermotassen, Becher, Faltschüssel, Frühstücksbrettchen, Teller, Gaslaterne, Kartuschen, Multistove (Reflektorgrill), Windschutz, Klappgrill, Alufolie, Gefriertüten, Müllsäcke, Schraubbehälter mit Kaffee, Zucker und Mehl sowie diverse Gewürze ein. Da kommt einiges zusammen was kompakt transportiert werden soll. Vor einiger Zeit sind wir noch mit einem Picknickkorb losgezogen. Alles was nicht hinein passte wurde aufgeteilt. Und unterwegs kamen dann die unvermeidlichen Fragen: "Wo war doch schnell die Ersatzkartusche? Haben wir wieder die Bratpfanne vergessen?" Letztendlich musste eine geräumige Küchenkiste, in Seefahrerkreisen auch Backskiste genannt, her. Als erstes muss der ganze Kram zusammengetragen werden, um sich ein Bild über die tatsächliche Größe unserer Küchenkiste machen zu können. Da merkt man schnell, ob man zu den Puristen gehört oder eher in Richtung Großküche tendiert. Ich glaube wir liegen so in der Mitte. Danach habe ich, um den Platz optimal zu nutzen, alle Utensilien möglichst günstig zusammengestellt. Aus deren Lage konnte ich dann die passende Kistengröße wählen. Plastikkisten waren bereits nach kurzer Benutzung defekt und so beschloss ich auf eine Alukiste zurückzugreifen. Es muss jedoch keine Zargesbox sein. Günstige Alternativen gibt es im Baumarkt. Um nicht alles später wild in der Gegend rumpurzeln zu lassen, habe ich im Inneren meiner Kiste aus 6 mm Sperrholz Fächer eingebaut. Die Größe der einzelnen Fächer richtet sich nach den einzelnen Utensilien und der vorher ermittelten Lage in der Kiste. Die einzelnen Sperrholzteile habe ich dann mit wasserfestem Leim verklebt und geschraubt. Nun haben alle Teile ihre persönliche Lage, können nicht in der Gegend herumklappern und man hat einen schnellen Überblick wo sich jeder Gegenstand befindet. Zum Schluss, sozusagen als oberste Lage, kommen noch Geschirrhandtuch und Multistove bzw. Klappgrill in eine dafür vorgesehene Aussparung in den Sperrholzfächern. Zusätzlich lässt sich die Kiste prima als Tisch verwenden. |
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