| Auf dem Nittälven
"Wildnis pur" in Mittelschweden von Bernd van Ooy Endlich geschafft! Sechs lange Monate sind vergangen und ich war wieder in Schweden. Die im letzten Jahr wegen akuter Trockenheit nicht machbare Tour auf dem "Nittälven" stand wieder auf meinem Plan. Aber nachdem ich nun seit zwei Tagen in Schweden war, fing es doch tatsächlich an zu schneien! Am 3. Mai sass ich dort nun in dichtestem Schneegestöber und bestaunte die in den letzten Stunden gefallenen 15 cm Neuschnee. Nun da werde ich wohl mit meiner Tour noch etwas warten müssen. Aber Wasser sollte jetzt das kleinste Problem sein. Am 3. Mai morgens um 6.00 Uhr, am Abend um 23.00 Uhr lagen schon 15 cm! Der erste Tag: Samstag 10. Mai Eine Woche später war es dann endlich soweit. Ich hatte aufmerksam den Wetterbericht verfolgt, und als ich ein paar Tage ausmachte, in denen das Wetter etwas stabiler als bisher vorhergesagt wurde, gab ich mir selber grünes Licht! Ein schwedischer Freund brachte mich mit meiner Ausrüstung an die Einsatzstelle, die ich aus schlechter Erfahrung heraus, schon ein paar Tage vorher, genau ausgekundschaftet hatte. Wir hatten verabredet, dass er mich auf Abruf abholen würde. Wo genau ich die Tour beenden würde, hatte ich mir noch offen gelassen. Die Einsatzstelle "Uvbergsbron" lag tief in den Wäldern verborgen. Gut 30 km ging es von der nächsten grösseren Strasse immer weiter hinein, in fast völlig unbewohntes Gebiet. Dies liess erahnen, was da für ein Schmuckstück von Fluss auf mich wartete. Der Schnee hatte dann doch nicht so viel Wasser gebracht, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Wasserstand machte die eine oder andere Treidel- bzw. Watstelle doch sehr wahrscheinlich, und zumindest die zehn Schwallstrecken könnten problematisch werden. |