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Es
macht Spaß, mit dem Hund gemeinsam auf Tour zu gehen. Damit aber nicht Streß und Frust
die knappe Freizeit dominieren, sollte eine Kanutour auch "hundegerecht geplant
werden. Den Hund in das Kanu?
Es ist wichtig, daß der Hund nicht überfordert wird und Angst hat. Er sollte sich
langsam an das Boot gewöhnen. Einsteigen und Aussteigen sollte trainiert werden. Es darf
bei Erfolg auch kleine Belohnungen geben, damit der Hund das Boot mit einer angenehmen
Erinnerung in Verbindung bringt. Erst wenn der Hund mit dem Boot vertraut ist, sollten
kleine Paddelrunden trainiert werden, am Anfang reichen da 10 min paddeln, um dem Hund das
Gefühl des "schaukelnden Bootes" vertraut zu machen. Wichtig: Aussteigen nach
dem Anlegen erst auf Kommando, um Badegänge zu vermeiden.
Was sollte mitgenommen werden?
Man nimmt am besten die gewohnten Freß- und Wassernäpfe mit, eine Leine und vielleicht
auch ein "Lieblingsspielzeug". Je nach Gewohnheit des Hundes und der Jahreszeit
ist eine Unterlage für die Nacht ratsam. Über Nacht binden wir den Hund an eine 8 m
lange Leine, die mittels Gummispanner elastisch an einen Baum oder am Boot befestigt
werden kann. Der Zelteingang bleibt einen Spalt geöffnet, so kann der Hund draußen Wache
halten oder mit seinem "Rudel" schlafen. Werden größere Seen mit sehr kaltem
Wasser befahren (z.B. Lappland), sollte auch der Hund eine Schwimmweste tragen. Der Hund
ist sicher härter im Nehmen als sein Herrchen, aber ein längerer Aufenthalt in kaltem
Wasser bei einer Kenterung setzen auch ihm Grenzen. Auch an eine Schwimmweste sollte man
den Hund langsam gewöhnen. Während der Sommerzeit bzw. Zeckenzeit sollte auf jeden Fall
(nicht nur für den Hund) eine Zeckenzange mit im Gepäck sein.
Endlich unterwegs! Es ist
wichtig, daß sich der Tagesablauf (Futterzeit, Spaziergänge) auf Tour ähnlich wie zu
Hause gestaltet. Auch während der Anreise sollte man aller 2-3 Stunden Pausen einlegen.
Ebenso auch im Canadier, da dem Hund auch dort nur eine sehr eingeschränkte
Bewegungsfreiheit zur Verfügung steht. Im boot sollte der Hund aber so viel Platz haben,
um liegen und sitzen zu können bzw. auch einmal seine Position verändern zu können.
Unser Schäferhund hat auf Tour den Platz zwischen vorderen Sitz bis zum Tragejoch für
sich. Die Tagesetappen sollten moderat geplant werden, länger wie 6 Std. pro Tag
(natürlich mit ein bis zwei Pausen) würden wir dem Hund nicht zumuten wollen. Ist ein
Lagerplatz gefunden, muß man sich anfangs einige Minuten Zeit nehmen, um dem natürlichen
Bewegungsdrang des Hundes gerecht zu werden. 10 min Toben bringen da schon eine ganze
Menge. Dann kann das Lager errichtet werden. Wenn alles steht und Herrchen den ersten
Kaffee getrunken hat, kann man auch mit der Leine die Gegend erkunden. Es gibt ja sooo
viel zu "erschnüffeln".
Welches Boot ist richtig?
Ein großer Hund kann schon recht viel Platz im Boot beanspruchen, mehr Gepäck durch
Futter und Freßnapf kommt auch dazu. Je nach Temprament des Hundes sollte auch die
Anfangsstabilität des Bootes nicht zu gering ausfallen. Es treffen viele Kriterien genau
so zu, als wäre man mit einem Kind unterwegs. Dem sollte der Canadier an Platz und
Tragfähigkeit gewachsen sein. Speziell mit unserem Schäferhund (Gewicht 40 kg) wird eine
Gepäcktour über mehrere Tage in einem 16-Fuß-Canadier fast unmöglich. Es fehlt dann an
Platz oder man müßte sich erheblich mit dem Gepäck einschränken. Je kleiner der Hund -
desto kleiner natürlich auch das "Problem".
Für den Hund ist es natürlich viel
schöner und interessanter mit seinem "Rudel" auf Tour zu gehen, wie sich zu
Hause vom Nachbarn "versorgen" zu lassen.
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